Erster Eurostar-Satellit von Astrium stellt neuen Missions-Rekord im Weltall auf

30 April 2013

  • Satellit Inmarsat-2 F1 wurde nach einer erfolgreichen Lebensdauer von mehr als 22,5 Jahren in der geostationären Umlaufbahn außer Betrieb genommen und hat damit die vorgesehene Nutzungsdauer von 10 Jahren überschritten
  • Erster der Eurostar-Satelliten von Astrium – bereits 54 in die Umlaufbahn gebracht und 12 sind im Bau
  • Eurostar-Satelliten von Astrium haben zusammen mehr als 470 Jahre erfolgreichen Betrieb in der Umlaufbahn erreicht

Der erste von Astrium entwickelte und gebaute Eurostar-Satellit, Inmarsat-2 F1, wurde diese Woche außer Betrieb genommen und sicher stillgelegt, nachdem er eine lange und fehlerfreie Mission in der geostationären Umlaufbahn erfüllt hatte. Er war 22,5 Jahre in Betrieb und hat seine erwartete Lebensdauer von 10 Jahren damit weit überschritten.

Der im Oktober 1990 ins All beförderte Inmarsat 2 F1 war Astriums erster Eurostar-Satellit und der weltweit erste kommerzielle Satellit, der vollkommen auf einem digitalen System basierte, das in der Umlaufbahn neu programmiert werden konnte. Die Nutzer konnten von einem neuen Konzept für den einfacheren Satellitenbetrieb profitieren, bei dem die Sonnensegel und Autonomie für ein deutlich verringertes Risiko von Betriebsfehlern sorgen. Das wiederrum führt zu einer ausgezeichneten Verfügbarkeitsstatistik für diese Satellitenklasse.

Der Inmarsat-2 F1 war der erste einer Reihe von vier Eurostar-E1000-Satelliten, die für Inmarsat gebaut wurden. Alle vier Raumschiffe haben ihre Konstruktionsanforderungen weit übertroffen und die vorgesehene Nutzungsdauer von 10 Jahren in der Umlaufbahn überschritten: Inmarsat 2 F3 und F4 wurden nach mehr als 15 und 20 Jahren Betrieb sicher stillgelegt, und F2 ist nach mehr als 22 Jahren ab seinem Start im März 1991 noch immer in Betrieb.

„Die 22,5-jährige Nutzungsdauer des Inmarsat-2 F1, des ersten Eurostar-Satelliten mit einer geplanten Lebensdauer von 10 Jahren, ist eine großartige Leistung, die das Know-how der Inmersat-Betriebsteams und der Astrium-Ingenieur- und Support-Teams demonstriert,“ sagte Eric Béranger, CEO von Astrium Satellites. „Der Eurostar-Plattform wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Die Leistung und Kapazität wurden deutlich verbessert und die Lebensdauer beträgt jetzt mehr als 15 Jahre. Doch mehr denn je basiert unser Schlüsselprodukt auf der starken Designfähigkeit, dem Qualitätsprozess und der Organisation, die eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der Zuverlässigkeit unserer Produkte spielen.“

Der Eurostar ist das Aushängeschild von Astrium für geostationäre Kommunikationssatelliten, auf dessen Grundlage viele erfolgreiche Satelliten gebaut wurden, einschließlich der besonders hoch entwickelten Inmarsat-4-Konstellation, die Breitbanddienste in globalem Maßstab bereitstellt, hochleistungsfähige Rundfunk- und Breitbandsatelliten für führende Betreiber weltweit sowie die Skynet-5-Satelliten für die sichere Militärkommunikation.

Bis heute wurden insgesamt 54 Eurostar-Satelliten erfolgreich ins All befördert und haben sich in der Umlaufbahn als überaus zuverlässig erwiesen. Keiner der Satelliten ist je im Orbit verloren gegangen. 13 von ihnen wurden nach erfolgreicher Erfüllung ihrer Mission außer Betrieb genommen und haben ihre vorgesehene Nutzungsdauer um durchschnittlich 79% überschritten. 41 sind noch in Betrieb, und 10 davon haben ihre vorgesehene Nutzungsdauer um durchschnittlich 27% überschritten. Die Eurostar-Satelliten von Astrium kommen zusammen auf mehr als 470 Jahre erfolgreichen Betriebs in der Umlaufbahn, einschließlich 125 Jahren für das fortschrittlichste Modell Eurostar E3000, das 2004 in die Umlaufbahn gebraucht wurde und nun beste Verkaufszahlen in seiner Klasse erzielt. Astrium hat in den letzten fünf Jahren durchschnittlich mehr als vier Eurostar-E3000-Satelliten pro Jahr ausgeliefert und ins All transportiert und wird dies voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen: 12 Eurostar-E3000-Satelliten befinden sich aktuell in unterschiedlichen Produktionsstadien in den Astrium-Werken.

 

Über Astrium

Astrium ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumsysteme und -technik und die Nummer drei weltweit. Als einziges Unternehmen auf der Welt deckt Astrium die gesamte Palette von zivilen und militärischen Raumfahrtsystemen, Ausrüstungen und Dienstleistungen ab.

Im Jahr 2012 erreichte Astrium einen Umsatz von mehr als 5,8 Mrd. € und beschäftigte weltweit 18.000 Mitarbeiter.

Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Astrium Space Transportation, der europäische Hauptauftragnehmer für Trägerraketen, orbitale Systeme und Weltraumexploration; Astrium Satellites, ein führender Anbieter von satellitenbasierten Systemlösungen einschließlich Satelliten, Bodensegmenten, Nutzlasten und Ausrüstungen; Astrium Services, der Partner für Weltraumdienstleistungen, liefert umfassende stationäre und mobile Lösungen für sichere und kommerzielle Satellitenkommunikation und Netzwerke sowie maßgeschneiderte Produkte und Services im Bereich Geo-Informationsdienste weltweit.

Astrium ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von EADS, einem weltweit führenden Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von 56,5 Mrd. € im Jahr 2012 und mehr als 140.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

Medienkontakte:

Jeremy Close
Media Relations UK
Astrium United Kingdom
 
Tel.: +44 1 438 77 3872
Gregory Gavroy
Astrium France
Media Relations France
 
Tel.: +33 (0) 1 77 75 80 32
Ralph Heinrich
Media Relations Germany
Airbus Defence and Space Germany
 
Tel.: +49 89 60 73 39 71
Fax: +49 89 60 78 53 39
Francisco Lechon
Media Relations Spain
Airbus Defence and Space Spain
 
Tel.: +34 91 5 86 37 41
Fax: +34 91 5 86 37 82
 

Downloads

Press Release

PDF

Mit dem UP-Magazin die EADS entdecken

Mit dem UP-Magazin die EADS entdecken

Sie wollen mehr über die jüngsten Innovationen der EADS wissen? Das Up-Magazin bietet Ihnen Hintergrund-Artikel, Videos und interaktive Grafiken. Lesen Sie die neueste Ausgabe des Up-Magazins Mit dem UP-Magazin die EADS entdecken