Galileo IOV-Satelliten 3 und 4 erfolgreich in die Umlaufbahn gebracht

15 Oktober 2012

  • Das zweite Paar der von Astrium entworfenen und entwickelten Galileo IOV-Satelliten (IOV = In-Orbit Validation) wurde jetzt erfolgreich in die Umlaufbahn gebracht
  • Astrium ist der wichtigste Industriepartner für das hochleistungsfähige Europäische Navigationssystem - bei den Satelliten, beim Bodensegment und Systemsupport sowie bei der Ariane 5 für den Start künftiger Galileo-Satelliten
  • Mit dem erfolgreichen Start der IOV-Satelliten 3 und 4 am 12. Oktober hat Astrium in einen Monat fünf Satelliten ins All gebracht

Das von Astrium, Europas führendem Raumfahrtunternehmen, entwickelte und hergestellte zweite IOV-Satellitenpaar (IOV = In-Orbit-Validierung) wurde an Bord einer Soyus-Rakete vom Europäischen Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana als wichtiger Teil des europäischen Navigationssystems Galileo gestartet und befindet sich nun funktionsfähig auf seinen Umlaufbahnen.

Mit der ersten Konstellation von vier IOV-Satelliten hat Astrium als Schlüsselpartner der gesamten Definitionsphase einen wichtigen Meilenstein beim Aufbau des Kerns des Galileo-Systems im Weltall erreicht. Die zwei jüngsten IOV-Satelliten werden bald ihren Betrieb an der Seite der im Oktober 2011 gestarteten IOV-Satelliten 1 und 2 aufnehmen. Dann wird die Konstellation in Betrieb genommen, um das Galileo-System zu validieren. Mit diesen vier Satelliten, die in zwei verschiedene Bahnebenen geschossen wurden, kann Galileo eine hochpräzise dreidimensionale Positionierung leisten.

Nach dem Start der IOV-Satelliten sagte Evert Dudok, Astrium Satellites CEO: „Nach der ersten Systemdefinition und der Inbetriebnahme der GIOVE-Testsatelliten hat Astrium in mehr als zehn Jahren einmaliges Know-how und Erfahrung in das Galileo-Programm eingebracht. Mit dem erfolgreichen Start der vier IOV-Satelliten haben wir unsere Aufgabe erfüllt, das Fundament des europäischen Navigationssystems zu legen. Und unser Engagement endet hier nicht: Astrium und seine verbundenen Unternehmen werden die Hälfte der Arbeiten an den nächsten Satelliten beisteuern, das Bodenkontrollsegment liefern, sich am Systemsupport beteiligen und die Ariane 5 für den gleichzeitigen Start von jeweils vier Galileo-Satelliten vorbereiten.“

Die Galileo IOV-Satelliten wurden von einem von Ottobrunn (Deutschland) aus geführten Astrium-Team entworfen und gebaut, wobei die hochmoderne Navigationsnutzlast vom Nutzlast-Exzellenz-Zentrum des Unternehmens in Portsmouth (GB) entworfen, integriert und getestet wurde.

Zusätzlich zur Projektleitung bei der Entwicklung der Galileo IOV-Satelliten hat Astrium das Galileo-Bodenkontrollsegment (Ground Control Segment - GCS) entwickelt und installiert, das für die Kontrolle und Steuerung der Satellitenkonstellation in der Umlaufbahn genutzt wird. Außerdem ist Astrium ein wichtiger Partner bei den Systemsupport-Aktivitäten. Im Februar 2012 erhielt Astrium von der ESA auch den Auftrag, die Trägerrakete Ariane 5 auf eine Galileo-Mission zum gleichzeitigen Start von vier Satelliten vorzubereiten.

Die Definitions-, Entwicklungs- und In-Orbit-Validierungsphase des Galileo-Programms wurden von der ESA durchgeführt und von ESA und der Europäischen Kommission gemeinsam finanziert.

Die Phase der vollen Einsatzfähigkeit des Galileo-Programms wird von der Europäischen Kommission geleitet und voll finanziert. Die Kommission und die ESA haben eine Übertragungsvereinbarung abgeschlossen, nach der die ESA befugt ist, bei der Definition und Beschaffung stellvertretend für die Kommission zu handeln.

Galileo ist Europas erstes globales Satellitennavigationssystem unter ziviler Kontrolle. Es wird weltweit absolut zuverlässige und genaue Navigationsdaten liefern.

Mit diesen beiden Satelliten hat Astrium fünf vom Unternehmen gebaute Satelliten in einem Zeitraum von einem Monat gestartet. Der erste Start erfolgte mit SPOT 6 am 9. September, gefolgt von Metop B am 17. und von Astra 2F am 28. September. Insgesamt starteten seit Januar 2012 sechs Astrium-Satelliten -. der sechste ist Yahsat 1B -, und noch vor Jahresende sollen drei weitere hinzukommen: Pléiades 1B, Eutelsat 70B und Skynet 5D.

Über Astrium

Astrium ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumsystem und Technik und die Nummer drei weltweit. Im Jahr 2011 erreichte Astrium einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit 18.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat seine Hauptstandorten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden.

Als einziges Unternehmen in Europa deckt Astrium die gesamte Palette von zivilen und militärischen Raumfahrtsystemen und Dienstleistungen ab.

Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche. Astrium Space Transportation für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Astrium Satellites für Satelliten und Bodensegmente sowie Astrium Services für umfassende stationäre und mobile End-to-End-Lösungen für bei Sicherheits- und kommerzieller Satellitenkommunikation und Netzwerken, Equipment und Systeme für Hochsicherheits- und kommerzielle Satellitenkommunikation sowie maßgeschneiderte weltweite Produkte und Dienstleistungen für Geo-Informationen.

Astrium ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EADS, ein weltweit führendes Unternehmen des Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 49,1Mrd. im Jahr 2011 und mehr als 133.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium Cassidian und Eurocopter.

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