Eurocopter übergibt leistungsgesteigerten Bundeswehr-Transporthubschrauber vom Typ CH53-GA

Bei einem Festakt auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin haben Eurocopter und Bundeswehr heute die Übergabe der ersten Serienmaschine des modernisierten Transporthubschraubers CH-53GA gefeiert. Das Eurocopter-Betreuungszentrum für Bundeswehrhubschrauber ist derzeit beauftragt, 40 CH-53G Transporthubschrauber der Bundeswehr umfassend umzurüsten und sie in der Version CH-53GA für nationale und internationale Einsätze auszustatten. Dadurch erhält die Bundeswehr einen Hubschrauber, der für die Nutzungsdauer bis über das Jahr 2030 hinaus gerüstet ist.

Berlin12 September 2012

„Die Produktverbesserung der CH-53GA ist ein beeindruckendes Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Die Anforderungen an die Hubschrauber in zukünftigen Missionen haben wir gemeinsam in die erforderlichen Verbesserungen umgesetzt“, erklärte Ralf Barnscheidt, Mitglied der Geschäftsführung von Eurocopter Deutschland und Leiter des Betreuungszentrums Bundeswehrhubschrauber. „Ich danke allen beteiligten Bereichen, vom Bundesamt für Wehrverwaltung und den Verantwortlichen für die Zulassung bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 über das Waffensystemkommando der Luftwaffe bis hin zu der Heeresfliegerwaffenschule“, so Barnscheidt weiter.

Die CH-53GA wurde insbesondere mit modernsten Avionik- und Kommunikationssystemen ausgestattet, die auch auf Einsätze im Verbund mit dem Unterstützungshubschrauber Tiger und dem Transporthubschrauber NH90 abgestimmt sind. Weiterhin können Piloten in Zukunft auf einen Vier-Achsen-Autopiloten einschließlich Schwebeflugautomatik (AFCS/Automatic Flight Control System) zugreifen als auch auf ein modernes Electronic Warfare System (EWS) zum elektronischen Selbstschutz und zur Erkennung von Bedrohungen. Zusätzlich wurde die Navigationsgenauigkeit nach internationalen Instrumentenflugbedingungen sowie die Anzeige- und Bedienelemente (Glas-Cockpit mit 5 MFD) auf den neusten Stand gebracht.

Eurocopter liefert darüber hinaus eine modulare Missionsausstattung, die je nach Mission eingerüstet werden kann. Dazu gehören ein Infrarot-Beobachtungssystem (FLIR – Forward Looking Infrared System), die Satellitenkommunikation (SatCom), sowie zusätzliche Innentanks, die die Reichweite auf bis zu 1200km erhöhen. Im Zuge der Modifikation werden gleichzeitig die durch Nutzung und Alterung aufgetretenen Schwachstellen der Hubschrauberzelle beseitigt sowie die elektrische Verkabelung erneuert. Durch die moderne Avionikstruktur ist die CH-53GA auch für zukünftige Missionserweiterungen bestens vorbereitet.

Insgesamt wird Eurocopter in den kommenden drei Jahren 40 CH-53G in die neue Version CH-53GA umrüsten. Die erste Serienmaschine wurde jetzt vom Bundesamt für Wehrverwaltung, vertreten durch Helmut Richter, an den General der Heeresflieger, Brigadegeneral Reinhard Wolski, zur Einsatzprüfung übergeben. Zudem nahm der General Luftwaffenrüstung, Brigadegeneral Herrmann Muntz, an der Zeremonie teil. Seit Juli 2012 werden zudem drei Hubschrauber mit vorläufiger Ausrüstung für Schulungseinsätze genutzt.

Die CH-53G im Einsatz – nationale und internationale Missionen

Der Hubschrauber CH-53G ist seit mehr als 35 Jahren und auf absehbare Zeit das Rückgrat vieler Bundeswehr-Missionen im Ausland und somit extremer Beanspruchung ausgesetzt. Seit seiner Einführung stellt er nicht nur den flexiblen Truppen- und Materialtransport innerhalb des deutschen NATO-Verteidigungsauftrags sicher. Er fungiert auch seit Beginn der Neunzigerjahre als zentrale Stütze vieler Out-of-Area-Einsätze der Bundeswehr und vieler Einsatzkräfte anderer NATO-Staaten in Krisenregionen vom Kosovo bis Kabul. Auch der Einsatz bei nationalen und internationalen Katastrophen, wie beispielsweise Erdbeben oder Hochwasser stellt ein wesentliches Aufgabenspektrum dar. Mit der CH-53GA wird zeitnah der Bedarf der Bundeswehr an der operativen Erweiterung der Einsatzfähigkeit ihrer Transporthubschrauber für nationale und internationale Missionen sichergestellt.

Betreuungszentrum für fast alle Hubschrauber der Bundeswehr

Das Betreuungszentrum Bundeswehrhubschrauber bei Eurocopter gewährleistet Unterstützungs- und Serviceleistungen für fast alle Hubschraubermuster der deutschen Streitkräfte. Neben technisch-logistischer Unterstützung gehören auch Wartung, Instandsetzung und Überholung, Logistik- und Ersatzteilservice, Ausbildung und Einweisung sowie die Integration von neuen Systemen und Upgrades zum Portfolio. Hauptsitz des Betreuungszentrums ist der Eurocopter-Standort in Donauwörth. Die Mitarbeiter sind aber auch an zahlreichen Bundeswehrstandorten eingesetzt, um den Hubschrauberbetrieb direkt vor Ort zu unterstützen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiter von 26 auf rund 800 erhöht. Die Teams arbeiten eng mit der Bundeswehr zusammen und sichern den weltweiten Service rund um die Uhr.

Über Eurocopter

Eurocopter, ein deutsch-französisch-spanischer Konzern, wurde 1992 gegründet und ist ein Geschäftsbereich der EADS. Diese wiederum ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt, der Sicherheit- und Verteidigung sowie den dazugehörigen Dienstleistungen. Die Eurocopter-Gruppe beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter. 2011 konnte das Unternehmen mit einem Umsatz von 5,4 Milliarden EUR, einem Auftragseingang über 457 neue Hubschrauber und einem Marktanteil von 43% am zivilen und halbstaatlichen Markt seine Position als Nummer Eins im weltweiten Hubschraubermarkt abermals behaupten. In Summe bilden Eurocopters Produkte 33 Prozent des weltweiten zivilen und halbstaatlichen Hubschrauberbestands. Eurocopters globale Präsenz unterstützen Tochtergesellschaften und Holdings in 21 Ländern. Rund 2.900 Kunden des Unternehmens profitieren von einem dichten Netz an Service- und Schulungszentren, Vertriebspartnern und zugelassenen Vertragshändlern. Gegenwärtig sind mehr als 11.300 Eurocopter-Hubschrauber in über 149 Ländern im Einsatz.

Als Hersteller des weltweit größten Portfolios ziviler- und militärischer Hubschrauber stellt Eurocopter höchste Sicherheitsansprüche an seine Produkte.

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