Anhaltende Dynamik: EADS veröffentlicht solide Halbjahresergebnisse (H1) 2012

Leiden27 Juli 2012

  • EADS erhöht Prognose aufgrund starker operativer Ergebnisse
  • Umsatz erhöht sich um 14 Prozent auf € 24,9 Mrd. 
  • EBIT* vor Einmaleffekten wächst um 89 Prozent auf € 1,4 Mrd.
  • Konzernergebnis* vor Einmaleffekten(4) steigt auf € 814 Mio.; Konzernergebnis erhöht sich auf € 594 Mio.
  • Free Cash Flow von € -1,8 Mrd. spiegelt produktionshochlaufbedingte Bestandserhöhung und später erfolgende Auslieferungen wider 
  • Neue Kurssicherungsverträge in Höhe von $ 19 Mrd. erhöhen finanzielle Stabilität
  • Indienststellung der A350 XWB nun für H2 2014 geplant: Aufwendung von € 124 Mio. spiegelt tatsächliche Verzögerung von rund drei Monaten wider

EADS (Börsenkürzel: EAD) wies in der ersten Jahreshälfte 2012 eine solide Finanz- und Ertragslage auf, welche die Erwartungen übertraf. Getragen von der robusten Auftragssituation bei Eurocopter, Astrium, Cassidian und Airbus Military sowie der anhaltenden Dynamik im zivilen Geschäft bei Airbus verzeichnete EADS in den ersten sechs Monaten 2012 einen Auftragseingang(5) von € 28,2 Mrd. Ende Juni erreichte der Auftragsbestand(5) von EADS mit € 551,7 Mrd. ein Rekord-niveau, das im aktuellen gesamtwirtschaftlichen Umfeld Stabilität und Planungssicherheit bietet. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von € 24,9 Mrd. Das EBIT* vor Einmaleffekten von rund € 1,4 Mrd. profitierte von den guten Ergebnissen im operativen Geschäft. Das berichtete EBIT* belief sich auf € 1,1 Mrd. und lag damit weit über Vorjahresniveau. Die Nettoliquidität betrug € 9,7 Mrd.

„Der Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten gute Ergebnisse, unsere Finanzkennzahlen bestätigen die anhaltende Dynamik. Die neue Konzernführung verfolgt geschlossen den Kurs, die Rentabilität durch einen klaren Fokus auf das Programm-Management zu steigern. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darin, die Integration und Internationalisierung von EADS weiter voranzutreiben. Unsere Entscheidung, eine Endmontagelinie für Airbus-Maschinen in den USA zu errichten, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, sagte EADS-CEO Tom Enders. „Unsere Schlüsselprogramme, insbesondere bei Airbus, erfordern weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit. Vor allem bei der A350 spielt der Reifegrad der Sektionen, die an die Endmontage geliefert werden, eine zentrale Rolle für unsere Vorbereitung eines robusten Produktionshochlaufs.“

Angetrieben durch das Wachstum in allen Divisionen stieg der Umsatz von EADS in den ersten sechs Monaten 2012 um 14 Prozent auf € 24,9 Mrd. (H1 2011: € 21,9 Mrd.). Die 2011 neu erworbenen Unternehmen trugen zu diesem Wachstum rund € 800 Mio. bei. Im ersten Halbjahr 2012 bewegten sich die physischen Auslieferungszahlen weiterhin auf hohem Niveau – mit 279 Flugzeugen bei Airbus Commercial und 198 Hubschraubern bei Eurocopter. Im Juli absolvierte die Ariane-5-Rakete von Astrium ihren 49. erfolgreichen Start in Folge.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Effekte aus Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen – betrug rund € 1,4 Mrd. (H1 2011: rund € 0,7 Mrd.) für EADS sowie rund € 830 Mio. (H1 2011: rund € 310 Mio.) für Airbus. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist auf das verbesserte operative Ergebnis bei Airbus Commercial, Eurocopter und Astrium zurückzuführen. Die operativen Verbesserungen bei Airbus Commercial beinhalten unter anderem eine günstige Volumenentwicklung und bessere Preisgestaltung. Die Performance von Eurocopter profitiert von Volumen- und Mix-Effekten im Zivil- und Support-Geschäft. Der Anstieg bei Astrium ist vor allem auf eine verbesserte Produktivität und die Integration von Vizada zurückzuführen.

In der ersten Jahreshälfte 2012 verstärkte EADS die Hedging-Aktivitäten und schloss zum Durchschnittskurs von € 1 = $ 1,31 Kurssicherungen im Gesamtwert von $ 19,2 Mrd. ab; dies erhöht die Stabilität der Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Ende Juni belief sich das gesamte Kurs-sicherungs-Portfolio von EADS auf $ 84,1 Mrd. Aufgrund des höheren EBIT* vor Einmaleffekten stieg das berichtete EBIT* von EADS um 91 Prozent auf € 1.078 Mio. (H1 2011: € 563 Mio.). Im ersten Halbjahr 2012 wirkten sich die Währungsdifferenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie bilanzielle Neubewertungen mit rund € 20 Mio. positiv auf das EBIT* aus.  Da die Indienststellung der A350 XWB ins zweite Halbjahr 2014 verschoben wurde, verbuchte Airbus Commercial im zweiten Quartal 2012 eine Aufwendung von € 124 Mio. Diese spiegelt die tatsächliche Verzögerung von rund drei Monaten wider.

Eine technische Lösung für die Verbindungsklammern zwischen Flügelhaut und innerer Flügelstruktur der A380 ist in der Entwicklung. Für die bisher ausgelieferten A380 belaufen sich die Aufwendungen im ersten Halbjahr 2012 auf insgesamt € 181 Mio.; hiervon wurden € 23 Mio. im zweiten Quartal verbucht.

Das Konzernergebnis stieg deutlich auf € 594 Mio. (H1 2011: € 109 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 0,73 (H1 2011: € 0,13). Das Konzernergebnis* vor Einmaleffekten(4) spiegelt die starken operativen Ergebnisse wider und erhöhte sich auf € 814 Mio. (H1 2011: € 389 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich auf € -239 Mio. (H1 2011: € -366 Mio.). Das Zinsergebnis von € -143 Mio. (H1 2011: € -97 Mio.) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund gesunkener Zinserträge infolge der niedrigeren durchschnittlichen Zahlungsmittelbestände sowie aufgrund niedrigerer Zinssätze im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Das Übrige Finanzergebnis von € -96 Mio. (H1 2011: € -269 Mio.) beinhaltet im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 einen positiven Effekt aus wechsel-kursindizierten Neubewertungen. Dieser Posten beinhaltet auch die Aufzinsung diskontierter Rückstellungen.

Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) blieben mit € 1.425 Mio. (H1 2011: € 1.409 Mio.) weitgehend stabil.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen belief sich auf € -1.671 Mio. (H1 2011: € -286 Mio.). Die bessere operative Leistung wurde durch die Verschlechterung des Nettoumlaufvermögens beeinträchtigt. Letztere resultierte hauptsächlich aus einem deutlichen Bestandsaufbau – da der Konzern die Produktion weiter hochfährt, während die Auslieferungen und die Erreichung von Meilensteinen später im Jahr erfolgen, vor allem im A380-Programm. Der Großteil dieser Verschlechterung erfolgte bei Airbus jedoch bereits im ersten Quartal 2012.

Für Kundenfinanzierungen wurde in der ersten Jahreshälfte 2012 ein niedriger Betrag in Höhe von € 80 Mio. aufgewandt.

Die Investitionen stiegen im Vergleich zum Vorjahr, vor allem bei Airbus und Eurocopter.

Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen belief sich auf € -1.751 Mio. (H1 2011: € -184 Mio.).

Die Nettoliquidität von EADS betrug € 9,7 Mrd. (Jahresende 2011: € 11,7 Mrd.) und spiegelt einen Beitrag von € 320 Mio. zum Pensions-planvermögen sowie eine Dividendenzahlung von rund € 370 Mio. wider.

Der Auftragseingang (5) belief sich auf € 28,2 Mrd. (H1 2011: € 58,1 Mrd.), vor allem dank der robusten Auftragslage bei Eurocopter, Astrium, Cassidian und Airbus Military sowie der anhaltend dynamischen Geschäftsentwicklung bei Airbus Commercial.

Ende Juni 2012 erreichte der Auftragsbestand (5) des Konzerns mit € 551,7 Mrd. (Jahresende 2011: € 541,0 Mrd.) ein Rekordniveau, das im aktuellen makroökonomischen Umfeld Stabilität und Planungssicherheit gewährleistet.

Infolge des im Vergleich zu Ende 2011 verbesserten US-Dollar-Stichtagskurses stieg der Auftragsbestand von Airbus Commercial zudem durch eine positive wechselkursinduzierte Neubewertung in Höhe von rund € 12 Mrd.

Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft blieb mit € 51,9 Mrd. (Jahresende 2011: € 52,8 Mrd.) stabil.

Ende Juni 2012 beschäftigte EADS 135.634 Mitarbeiter (Jahresende 2011: 133.115).


Ausblick

Der Ausblick von EADS für das Geschäftsjahr 2012 basiert auf der Annahme, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß der vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen und dass die aktuelle Eurokrise zu keinen größeren Turbulenzen führt.

Die Ergebnisse von EADS in den ersten sechs Monaten bestätigen den Trend des Konzerns zu Wachstum und Optimierung. Aufgrund dieser positiven Dynamik erhöht EADS die Prognose für 2012.

In diesem Jahr wird Airbus voraussichtlich rund 580 Zivilflugzeuge ausliefern, einschließlich der angestrebten Auslieferung von 30 A380.

Die Zahl der Bruttobestellungen sollte sich zwischen 600 und 650 Flugzeugen bewegen und somit die Zahl der Auslieferungen übersteigen.

Ausgehend von der Annahme eines Wechselkurses von € 1 = $ 1,35 dürfte der Konzernumsatz 2012 um rund zehn Prozent weiter wachsen.

Basierend auf der soliden Performance im ersten Halbjahr – vor allem bei Airbus, Eurocopter und Astrium – erwartet EADS für 2012 ein Konzern-EBIT* vor Einmaleffekten von rund € 2,7 Mrd.

Infolgedessen rechnet der Konzern für 2012 nun mit einem Gewinn je Aktie* vor Einmaleffekten(4) von rund € 1,95 (2011: € 1,39) – bei einem erwarteten Steuersatz für das Gesamtjahr von knapp unter 30 Prozent.

Die künftige Entwicklung des berichteten EBIT* sowie des Gewinns je Aktie* von EADS wird davon abhängen, wie der Konzern komplexe Programme – wie A400M, A380 und A350 XWB – gemäß den Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden managen kann.

Basierend auf einer angestrebten Auslieferungszahl von 30 A380 erwartet EADS weiterhin einen positiven Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen und vor Übernahmen.


EADS-Divisionen: Anhaltend dynamische Geschäftsentwicklung bei Airbus Commercial, solide Auftragslage bei Eurocopter, Astrium und Cassidian

Der konsolidierte Umsatz von Airbus erhöhte sich um 13 Prozent auf € 17.246 Mio. (H1 2011: € 15.312 Mio.). Das konsolidierte Airbus-EBIT* stieg um 174 Prozent auf € 553 Mio. (H1 2011: € 202 Mio.).

Der Umsatz von Airbus Commercial belief sich auf € 16.585 Mio. (H1 2011: € 14.464 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr profitierte der Umsatz von Airbus Commercial von vorteilhaften Volumen- und Preis-Effekten. Es wurden 278 Auslieferungen mit Umsatzrealisierung verbucht, da von den 279 physischen Auslieferungen ein Flugzeug unter Operating-Leasing ausgeliefert wurde.

Das EBIT* vor Einmaleffekten von Airbus Commercial stieg auf € 830 Mio. (H1 2011: rund € 330 Mio.); es profitierte dabei von einer besseren operativen Performance mit günstigen Volumen-Effekten und Netto-Preissteigerungen nach Eskalation. Eine leichte vorübergehende Beeinträchtigung resultierte aus der Verschlechterung des US-Dollar-Kurses für Wechselkurssicherungsgeschäfte des Konzerns, die in der ersten Jahreshälfte 2012 fällig wurden; die F&E-Aufwendungen blieben gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil.

Das berichtete EBIT* von Airbus Commercial stieg ebenfalls deutlich auf € 548 Mio. (H1 2011: € 223 Mio.). Berücksichtigt sind dabei die Aufwendung für die A350 XWB sowie die aktualisierte Rückstellung für die technische Lösung der Verbindungsklammern zwischen Flügelhaut und innerer Flügel-struktur bei der A380.

Der Umsatz von Airbus Military ging auf € 843 Mio. (H1 2011: € 1.112 Mio.) zurück, vor allem aufgrund einer geringeren Umsatzrealisierung im A400M-Programm sowie eines niedrigeren Umsatzes bei Tankflugzeugen.

Das EBIT* von Airbus Military blieb mit € 2 Mio. in etwa stabil (H1 2011: € 3 Mio.). Dies spiegelt das geringere Volumen im Berichtszeitraum wider, das durch die gesunkenen F&E-Aufwendungen nicht vollständig ausgeglichen wurde.

Bis Ende Juni 2012 verbuchte Airbus Commercial 230 Nettobestellungen (H1 2011: 640 Nettobestellungen). Der Vorjahresberichtszeitraum hatte die Bestellungen im Rahmen der Paris Air Show enthalten, auf der Airbus vor allem durch die A320neo (new engine option) einen Auftragsrekord erzielt hatte.

Die Bestellungen auf der diesjährigen Farnborough Air Show entwickelten sich vielversprechend und beinhalteten wichtige Aufträge für die A330 und die A320ceo (current engine option). Darüber hinaus wurde das verbesserte Design der A350-1000 von Cathay Pacific sehr positiv aufgenommen. Zudem kündigte Airbus eine weiter verbesserte A330-Version an, die dank größerer Reichweite und höherer Nutzlast für noch längere Strecken ausgelegt ist.

Im A350-XWB-Programm macht Airbus Fortschritte. Die Montage der Flugzeugzelle für statische Strukturtests schreitet voran; für die erste flugfähige Maschine wurde das voll ausgestattete vordere Rumpfsegment an die Endmontagelinie geliefert. Die Indienststellung ist nun für das zweite Halbjahr 2014 geplant, vor allem aufgrund der Einführung automatisierter Bohrarbeiten an den Tragflächen. Im zweiten Quartal wurde eine Aufwendung von € 124 Mio. verbucht; diese spiegelt die tatsächliche Verzögerung von rund drei Monaten wider. Das A350-XWB-Programm bleibt weiterhin herausfordernd, weitere Verzögerungen würden zu höheren Aufwendungen führen.

Airbus Military verbuchte in der ersten Hälfte dieses Jahres 21 Aufträge, darunter 15 militärische Transportflugzeuge vom Typ C295 für den Oman, Polen, Ägypten und Kasachstan. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden sieben mittlere und leichte Flugzeuge ausgeliefert. Aufgrund des Wachstums in den Exportmärkten erreichte Airbus Military in den ersten sechs Monaten 2012 ein Book-to-Bill-Verhältnis von über eins.

Das A400M-Flugtestprogramm schreitet voran mit über 3.525 Flugstunden bis Ende Juni. Aufgrund technischer Triebwerksherausforderungen verzögert sich das Erreichen der vorläufigen Einsatzfähigkeit (Initial Operating Capability – IOC). Airbus Military bereitet jedoch die erste Flugzeugabnahme durch die französische Luftwaffe vor, die laut Vertrag für das erste Quartal 2013 vorgesehen ist.

Ende Juni 2012 verzeichnete Airbus einen konsolidierten Auftragsbestand in Höhe von € 506,1 Mrd. (Jahresende 2011: € 495,5 Mrd.).

Davon entfielen € 485,7 Mrd. (Jahresende 2011: € 475,5 Mrd.) auf Airbus Commercial; dies entspricht 4.388 Flugzeugen (Jahresende 2011:
4.437 Maschinen). Der erhöhte Auftragsbestand profitierte von dem verbesserten US-Dollar-Stichtagskurs im Vergleich zum Jahresende 2011 und der daraus resultierenden positiven wechselkursinduzierten Neubewertung in Höhe von rund € 12 Mrd.

Der Auftragsbestand von Airbus Military belief sich auf 231 Flugzeuge im Gesamtwert von € 21,7 Mrd. (Jahresende 2011: € 21,3 Mrd.).

Der Umsatz von Eurocopter erhöhte sich um 28 Prozent auf € 2.771 Mio. (H1 2011: € 2.171 Mio.). Die Division lieferte 198 Hubschrauber aus (H1 2011: 205 Hubschrauber).

Das EBIT* von Eurocopter stieg um 112 Prozent auf € 199 Mio. (H1 2011: € 94 Mio.). Der deutliche Anstieg von Umsatz und EBIT* geht hauptsächlich auf einen günstigen Mixeffekt durch zunehmende Super-Puma-Auslieferungen und höhere Aktivitäten bei Wartung und Instandsetzung zurück. Darüber hinaus beinhaltet der Anstieg einen Beitrag aus der Konsolidierung von Vector Aerospace. Im Vorjahreszeitraum enthielt das EBIT* eine Nettoaufwendung in Höhe von € 60 Mio.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerte Eurocopter in den ersten sechs Monaten 2012 den Nettoauftragseingang auf 195 Nettoneubestellungen; die Anzahl der Stornierungen lag bei zwei Helikoptern und bewegt sich somit wieder klar auf Vorkrisenniveau. Der Auftragswert stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Dies ist insbesondere auf einen günstigen Mix von EC175- und Super-Puma-Bestellungen sowie auf die Erstkonsolidierung von Vector Aerospace zurückzuführen.

Im zweiten Quartal 2012 erhielt die Division wichtige Aufträge aus Kasachstan, einschließlich Bestellungen über acht EC145 und einer Absichtserklärung über den Kauf von 20 Mehrzweckhubschraubern des Typs EC725. Zudem schloss Eurocopter mit Indonesian Aerospace einen Vertrag über die Auslieferung und kundenspezifische Ausstattung von sechs Hubschraubern des Typs EC725 ab.

Die Division unterstrich ihre Innovationsstrategie mit dem Roll-out und der erfolgreichen Markteinführung der weiterentwickelten EC130T2. Durch die Übernahme eines Anteils von 80 Prozent am spanischen Sabadell Helicopters Service Centre baute Eurocopter sein Dienstleistungsportfolio weiter aus.

Die herausfordernden Verhandlungen zwischen Eurocopter und der Bundesregierung über die Zukunft von Schlüssel-Verteidigungsprogrammen dauern an, der Ausgang ist noch offen.

Portugals Regierung gab kürzlich bekannt, mit der NATO Helicopter Management Agency (NAHEMA) über die Stornierung eines Vertrags über zehn NH90-Hubschrauber verhandeln zu wollen.

Der Auftragsbestand von Eurocopter sank leicht auf 1.073 Helikopter (Jahresende 2011: 1.076 Hubschrauber) im Wert von € 13,5 Mrd. (Jahresende 2011: € 13,8 Mrd.).

Der Umsatz von Astrium stieg in den ersten sechs Monaten 2012 um 13 Prozent auf € 2.661 Mio. (H1 2011: € 2.347 Mio.), hauptsächlich aufgrund der Konsolidierung der übernommenen Vizada-Gruppe bei Astrium.

Das EBIT* der Division stieg um 26 Prozent auf € 130 Mio. (H1 2011: € 103 Mio.). Es profitierte von einem positiven Beitrag von Vizada sowie von verbesserten Margen infolge des AGILE-Transformationsprogramms zur Steigerung der Effizienz und Produktivität, wurde jedoch durch vorgezogene F&E-Aufwendungen teilweise wieder reduziert.

Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr bei € 2,2 Mrd. (H1 2011: € 1,7 Mrd.); dies entspricht einem Anstieg um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Neben der Vizada-Integration beinhaltet der Auftragseingang des zweiten Quartals auch einen Vertrag über die erste Phase der Sondenmission „Solar Orbiter“ zur Beobachtung der Sonne aus geringer Distanz. Zudem wurde im zweiten Quartal ein Vertrag über die Erbringung von Kommunikationsdiensten für die US-Regierung über das Skynet-5-Satelliten-netz unterzeichnet. Dies unterstreicht den Erfolg der bereits im ersten Quartal angestoßenen Internationalisierungs- und Exportinitiativen.

Vom Ministerrat der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der Ende 2012 zusammentreten soll, werden klare Perspektiven für die künftige Ausrichtung der europäischen Raumfahrtprogramme erwartet.

Im Juli absolvierte die Trägerrakete Ariane 5 ihren 49. erfolgreichen Start in Folge und stellte damit den Weltrekord als zuverlässigste kommerzielle Trägerrakete auf. Mit der Bestätigung der vollen Eignung und Leistungs-fähigkeit des ersten und zweiten Galileo-Satelliten bestand Astrium die In-Orbit-Abnahmetests der ESA. Zudem hat die Division den Satelliten Yahsat 1B erfolgreich in die Erdumlaufbahn gebracht.

Ende Juni 2012 belief sich der Auftragsbestand von Astrium auf € 14,3 Mrd. (Jahresende 2011: € 14,7 Mrd.).

Der Umsatz von Cassidian stieg leicht auf € 2.186 Mio. (H1 2011: € 2.133 Mio.). Das EBIT* blieb mit € 88 Mio. stabil (H1 2011: € 89 Mio.). Erwartungsgemäß liegen Umsatz und EBIT* auf Vorjahresniveau. Die gesunkenen Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung wurden durch die anhaltenden Investitionen in Internationalisierung und Transformation aufgewogen.

Nach der erfolgreichen Beendigung des komplexen Testprogrammes, das im Rahmen der Entwicklung des Lenkflugkörpers METEOR durchgeführt wurde, ist MBDA auf Kurs für die vollständige Qualifizierung und Erstauslieferung bis Jahresende.

Mit dem Abschluss mehrerer strategischer Allianzen erweiterte Cassidian sein Portfolio: Die Vereinbarung mit Rheinmetall zu UAS-Aktivitäten (Unmanned Aerial System) wurde abgeschlossen. Das neue Unternehmen wird die Bundeswehr in Afghanistan weiterhin mit Services für unbemannte luftgestützte Aufklärung unterstützen.

Darüber hinaus unterzeichnete Cassidian einen Vertrag zum Erwerb von 75,1 Prozent der Anteile am Geschäft von Carl Zeiss Optronics. Dies ermöglicht der Division, ein zukunftsorientiertes „Sensoren-Haus“ aufzubauen. Zusammengenommen erwirtschafteten diese beiden übernommenen Unternehmen 2011 einen Umsatz von rund € 230 Mio. und beschäftigten etwa 940 Mitarbeiter.

Cassidian verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen signifikanten Auftragseingang von € 2,8 Mrd., der trotz der anhaltenden gesamt-wirtschaftlichen Volatilität und knapper Verteidigungsbudgets über dem Vorjahresniveau lag (H1 2011: € 1,8 Mrd.).

Der Auftragseingang profitierte insbesondere von Aufträgen im Eurofighter-Programm, von Lenkflugkörperexporten sowie von einem Vertrag im Rahmen des AGS-Programms (Alliance Ground Surveillance). Letzteren hatte die NATO an Northrop Grumman als Hauptauftragnehmer vergeben, der Cassidian mit der Lieferung von mobilen Bodensegmenten für hochfliegende Aufklärungs-UAS beauftragte.

Cassidian sondiert die Exportchancen für den Eurofighter im Nahen Osten sowie in Asien weiterhin aufmerksam.

Ende Juni 2012 stieg der Auftragsbestand von Cassidian auf € 16,3 Mrd. (Jahresende 2011: € 15,5 Mrd.).


EADS-Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einer Division)

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten stieg um 38 Prozent auf € 721 Mio. (H1 2011: € 524 Mio.) dank höherer Volumina bei EADS North America 
und ATR.

Das EBIT* der Übrigen Aktivitäten stieg auf € 13 Mio. (H1 2011: € 12 Mio.) aufgrund der verbesserten Rentabilität von Sogerma. Das EBIT* im ersten Halbjahr 2011 hatte einen Gewinn von € 10 Mio. aus dem Verkauf von Defense Security and System Solutions (DS3) bei EADS North America enthalten.

ATR erhielt im ersten Halbjahr elf Festbestellungen (H1 2011: 84) und lieferte 22 Flugzeuge aus (H1 2011: 17). Der Auftragsbestand von ATR belief sich auf 213 Maschinen. Im zweiten Quartal feierte ATR die Auslieferung des 1.000sten Flugzeugs – einer ATR 72-600 an die spanische Fluggesellschaft Air Nostrum. Darüber hinaus erhielt das Modell ATR 42-600 seine Zulassung von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). ATR ist damit der einzige Hersteller von Turboprop-Maschinen mit 50 Sitzen.

EADS North America verzeichnete im Mai einen Meilenstein, als die 219 Hubschrauber umfassende UH-72A-Lakota-Flotte der US-Armee ihre 100.000ste Flugstunde absolvierte. Dies unterstreicht den anhaltenden Erfolg des Programms.

Ende Juni 2012 verzeichneten die Übrigen Aktivitäten einen Auftragsbestand von € 2,8 Mrd. (Jahresende 2011: € 3,0 Mrd.).


* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von
€ 49,1 Mrd. im Jahr 2011 und mehr als 133.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

Kontakt

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Hinweise an die Redaktionen:
Live-Übertragung der EADS-Telefonkonferenz für Analysten im Internet Sie können die Telefonkonferenz für Analysten mit dem CEO von EADS, Tom Enders, und dem CFO von EADS, Harald Wilhelm, heute um 10.00 Uhr auf unserer Website www.eads.com verfolgen.
Bitte klicken Sie dazu auf das Banner auf der Startseite. Im Laufe des Nachmittags steht eine Aufzeichnung der Telefonkonferenz zur Verfügung.
 

EADS – Halbjahresergebnisse 2012
(Beträge in Euro)





EADS – Ergebnisse für das zweite Quartal (Q2) 2012
(Beträge in Euro)



Der Umsatz im zweiten Quartal 2012 stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent, vor allem aufgrund höherer Volumina und eines günstigen Wechselkurseffekts bei Airbus Commercial sowie aufgrund der Integration von Vector Aerospace bei Eurocopter und Vizada bei Astrium.

Das EBIT* im zweiten Quartal 2012 stieg um 98 Prozent auf € 735 Mio., hauptsächlich getrieben durch Airbus Commercial und Eurocopter.

Bei Airbus Commercial glichen die starken operativen Ergebnisse sowie die niedrigeren F&E-Aufwendungen die Belastungen für die Programme A350 XWB und A380 mehr als aus.

Bei Eurocopter hatte das zweite Quartal 2011 eine Aufwendung von € 60 Mio. enthalten. Dieses Jahr profitierte Eurocopter von einem günstigen Mix bei zivilen Auslieferungen und Support-Aktivitäten.

Fußnoten:

  1. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten.
  2. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten.
  3. EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
  4. Das Konzernergebnis vor Einmaleffekten entspricht dem Konzernergebnis bereinigt um Einmaleffekte im EBIT*. Es beinhaltet nicht das Übrige Finanzergebnis (außer der Aufzinsung diskontierter Rückstellungen) und keine steuerlichen Effekte der genannten Sachverhalte. Das Konzernergebnis* vor Einmaleffekten ist das Konzernergebnis vor Einmaleffekten, vor Goodwill-Wertminderungen, außerordentlichen Posten und darauf entfallenden Steuern. Folglich entspricht der Gewinn je Aktie* vor Einmaleffekten dem Gewinn je Aktie basierend auf dem Konzernergebnis* vor Einmaleffekten. 
  5. Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand von EADS basieren auf Listenpreisen.
  6. Die berichtspflichtigen Segmente Airbus Commercial und Airbus Military sind Teil der Airbus-Division. Eliminierungen werden auf Divisionsebene vorgenommen.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen von EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen von EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen. Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten von EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten. Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 12. April 2012 entnommen werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Webseite: www.eads.com.