Wettersatellit Metop-B ist startbereit

06 September 2012

  • Wettersatellit von Astrium besteht letzte Prüfungen am Weltraumbahnhof Baikonur
  • Metop-B zeigt langjährige Erfahrung von Astrium bei Instrumenten und Satelliten für Klimaüberwachung und Wetterprognosen

Der von Europas führendem Raumfahrtunternehmen Astrium entwickelte und gebaute europäische Wettersatellit Metop-B steht nun für seinen Start vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur bereit.

Metop-B wird von einer polaren Umlaufbahn in 817 Kilometern Höhe eine Vielzahl wichtiger Messdaten für Wetterprognosen sowie zur Überwachung des Klimageschehens auf der Erde liefern. Zu den zahlreichen Satellitenkomponenten und -instrumenten, die Astrium an den Unternehmensstandorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien gefertigt hat, zählen das ASCAT-Radar zur Ermittlung der Geschwindigkeit und Richtung von Meereswinden sowie ein Mikrowellensensor zur Messung der Luftfeuchtigkeit (MHS).

Metop-B ist der zweite von insgesamt drei Satelliten der Metop-Reihe, mit denen Astrium von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) beauftragt wurde. Die Satelliten werden in Abständen von fünf bis sechs Jahren in die Umlaufbahn gebracht. MetOp-A wurde 2006 im Orbit ausgesetzt und MetOp-C soll Ende 2017 seine Reise in den Weltraum antreten, so dass die Bereitstellung von Klimadaten bis zur Einführung einer neuen Satelliten­generation sichergestellt ist. Der 4.100 kg schwere Satellit Metop-B soll mindestens fünf Jahre lang im Einsatz bleiben.

Das „EUMETSAT Polar System“ (EPS), zu dem die drei MetOp-Satelliten zählen, ist der europäische Beitrag im Rahmen einer Kooperation mit den USA, um Daten zur Klimaüberwachung sowie zur Verbesserung von Wetterprognosen bereitzustellen. Jeder MetOp-Satellit führt neben europäischen Instrumenten der neuesten Generation auch bewährte US-amerikanische mit sich, die Meteorologen und Klimaforschern nun bessere Fernmessdaten liefern. An Bord der US-amerikanischen NOAA-Satelliten befinden sich auch europäische Instrumente, wie der von Astrium entwickelte Mikrowellensensor zur Messung der Luftfeuchtigkeit. MetOp umkreist die Erde auf einer polaren Umlaufbahn und übernimmt quasi den Vormittagsdienst, während die US-amerikanischen Satelliten die Nachmittags­schicht fliegen.

Um langfristig die Bereitstellung und Verbesserung der MetOp-Daten und -Dienste zu sichern, sollen im Rahmen eines Nachfolgeprogramms MetOp-Satelliten der zweiten Generation (MetOp Second Generation, MetOp-SG) gestartet werden. Über die Freigabe für MetOp-SG werden die ESA-Mitgliedsstaaten und EUMETSAT voraussichtlich auf der nächsten ESA-Ministerratskonferenz im November dieses Jahres entscheiden.

Wettersatelliten, wie der hochmoderne Metop-B, leisten in Europa und andernorts einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung, Infrastruktur und Industrie. Sie allein sind in der Lage, kontinuierlich Wetter- und Klimadaten für die gesamte Erde bereitzustellen. Mit derzeit 36 in Dienst stehenden oder in Auftrag gegebenen Wetter- und Erdbeobachtungs­satelliten und insgesamt 230 Jahren In-Orbit-Erfahrung zählt Astrium zu den weltweit führenden Herstellern der Branche. Die ESA beauftragte das Unternehmen mit der Entwicklung und dem Bau verschiedener Sentinel-Satelliten für das europäische Programm zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung GMES (Global Monitoring for Environment and Security,). Darüber hinaus führt Astrium gegenwärtig Studien zu künftigen Satelliten durch, die Erkenntnisse über Ursachen und Prozesse von Treibhausgaszyklen liefern sollen.

copyright: Astrium/2012

Astrium

Astrium ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumsysteme und -technik und die Nummer drei weltweit. Im Jahr 2011 erreichte Astrium einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit 18.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat seine Hauptstandorte in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden.

Als einziges Unternehmen in Europa deckt Astrium die gesamte Palette von zivilen und militärischen Raumfahrtsystemen und Dienstleistungen ab.

Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Astrium Space Transportation für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Astrium Satellites für Satelliten und Bodensegmente sowie Astrium Services für umfassende, stationäre und mobile End-to-End-Lösungen für sichere und kommerzielle Satellitenkommunikation und Netzwerke, Ausrüstungen und Systeme für Hochsicherheits- und kommerzielle Satellitenkommunikation sowie maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen im Bereich Geo-Information weltweit.

Astrium ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EADS, ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von 49,1 Mrd.€ im Jahr 2011 und mehr als 133.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

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