Airbus in Bremen übergibt ersten A400M-Rumpf für die Bundeswehr an Endmontagelinie in Sevilla, Spanien

700 Airbus-Mitarbeiter in Bremen zuständig für Entwicklung und Montage des Rumpfes und der Hochauftriebssysteme

30 Januar 2014

Die erste A400M für die Bundeswehr nimmt Formen an: Der Airbus-Standort in Bremen lieferte heute den Rumpf für die erste A400M der deutschen Luftwaffe an die Endmontagelinie in Sevilla, Spanien, aus. Dort wird das Flugzeug in den nächsten Monaten zusammengebaut, lackiert und umfangreich getestet. Im November 2014 soll es an die deutsche Luftwaffe übergeben werden.

Der zweitgrößte Airbus-Standort in Deutschland ist maßgeblich an Entwicklung, Test und Fertigung des Militärtransporters A400M beteiligt. Das Team umfasst rund 700 der insgesamt gut 3200 Airbus-Mitarbeiter in Bremen. Die Entwicklungstätigkeiten beziehen sich auf den Rumpf mit allen elektrischen und mechanischen Systemen, das Frachtladesystem sowie die Hochauftriebssysteme. Der Standort ist außerdem für das intensive und zulassungsrelevante Testen des Frachtladesystems und der Landeklappen zuständig. Die Fertigungsaktivitäten für die gesamte Serienproduktion umfassen gemäß internationaler Arbeitsteilung die Montage und Ausstattung des Rumpfes (ohne Cockpit) sowie den Zusammenbau der Landeklappen. Die Bremer Komponenten werden im Anschluss mit dem Airbus-Transportflugzeug „Beluga“ zur Endmontage nach Sevilla gebracht.

„Wir sind stolz, den ersten A400M-Rumpf für die Bundeswehr an die Endmontagelinie in Sevilla zu übergeben. Unsere Bremer Teams haben bereits in der Entwicklung mit Experten der Bundeswehr zusammengearbeitet und steuern mit dem Rumpf einen erheblichen Anteil zum Gesamtflugzeug bei. Die Nähe zum Bundeswehrstandort Wunstorf – der zukünftigen Heimatbasis der deutschen A400M Flotte – freut uns als Bremer daher besonders“, sagte Jörg Werner, Leiter der A400M-Rumpfmontage am Airbus Standort in Bremen. „Die A400M ist das modernste und flexibelste Militärtransportflugzeug der Welt. Sie wird die Lufttransportfähigkeiten der Bundeswehr erheblich erweitern und die Truppen in ihren anspruchsvollen Missionen auf der ganzen Welt unterstützen.“ Im August 2013 nahm die erste A400M bei der französischen Luftwaffe ihren Dienst auf. Insgesamt befinden sich derzeit rund 35 Flugzeuge in verschiedenen Produktionsstadien, darunter bereits sechs der insgesamt 53 A400M für die Bundeswehr.

Die A400M ist ein völlig neu entwickeltes und speziell auf die Anforderungen der Streitkräfte im 21. Jahrhundert hin ausgelegtes militärisches Transportflugzeug. Mit ihrem leistungsfähigen Turboprop-Antrieb fliegt die A400M höher, schneller und weiter. Gleichzeitig verfügt sie über exzellente Manövrier- und Langsamflugeigenschaften sowie die Fähigkeit zum Betrieb auf kurzen und unbefestigten Pisten. Ausgestattet mit modernsten Technologien eignet sich die A400M nicht nur für taktische und strategisch/logistische Missionen, sondern auch für Spezialeinsätze wie beispielsweise die Luftbetankung. Dank ihres speziell konzipierten Frachtraums kann die A400M dabei auch sperrige Ausrüstungen, wie sie heute zunehmend für militärische Missionen und humanitäre Hilfseinsätze benötigt werden, schnell dorthin bringen, wo sie unmittelbar am dringendsten benötigt werden. Durch ihr vielseitiges Einsatz- und Missionsspektrum bietet die A400M ihren Betreibern – auch dank redundanter Auslegung auf hohe Zuverlässigkeit, Sicherheit und Überlebensfähigkeit - deutliche Vorteile. Die hieraus resultierende Kosteneffizienz ermöglicht den Betreibern der A400M kleinere Flottenumfänge und damit einen geringeren Investitionsaufwand.

Über Airbus Defence and Space

Airbus Defence and Space ist eine Division des Airbus-Konzerns, die aus der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von Cassidian, Astrium und Airbus Military entstanden ist. Die neue Division ist das führende Verteidigungs- und Raumfahrtunternehmen Europas, das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt und unter den zehn größten Verteidigungsunternehmen weltweit. Sie erzielt mit etwa 40.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 14 Mrd. €.

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