Ad-hoc: EADS erzielt bessere Neun-Monats-Ergebnisse (9M) 2013

Amsterdam14 November 2013

• Umsatz steigt um 7 Prozent auf € 40,0 Mrd.
• EBIT* vor Einmaleffekten wächst um 22 Prozent auf € 2,3 Mrd.
• Konzernergebnis verbessert sich um 36 Prozent auf € 1,2 Mrd.
• Prognose erhöht für Flugzeugbestellungen und auslieferungen
• „Free Cash Flow“-Prognose für 2013 auf € -1,5 Mrd. angepasst
• Ziel für EBIT* vor Einmaleffekten von € 3,5 Mrd. für 2013 bekräftigt

EADS (Börsenkürzel: EAD) steigerte in den ersten neun Monaten 2013 Umsatz und Gewinn. Getragen wurde diese Entwicklung vom starken zivilen Flugzeuggeschäft.

Der Auftragseingang(4) hat sich mit € 138,2 Mrd. mehr als verdoppelt; der Auftragsbestand belief sich Ende September auf € 642,5 Mrd.

Die Nettoliquidität betrug zum 30. September 2013 € 5,2 Mrd. „Bei Umsatz und Ertragskraft haben wir in den ersten neun Monaten gute Verbesserungen erzielt – insbesondere in unserem zivilen Flugzeuggeschäft“, sagte EADS-CEO Tom Enders. „Dennoch stehen wir vor einigen großen Herausforderungen. Dazu zählen die Cash-Generierung sowie das Programm A350 XWB, das in die nächste entscheidende Phase eingetreten ist.
Ich begrüße die Fortschritte bei der Neuorganisation des Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäfts in der Division Airbus Defence and Space. Vor Jahresende werden wir weitere Informationen zu diesem Thema veröffentlichen.“

In den ersten neun Monaten 2013 erhöhte sich der Umsatz von EADS um 7 Prozent auf € 40,0 Mrd. (9M 2012: € 37,3 Mrd.). Diese Entwicklung spiegelt die steigende Anzahl an Auslieferungen bei Airbus Commercial sowie die zunehmende Aktivität bei Airbus Military (A400M) wider. Eurocopter, Astrium und Cassidian verbuchten weitgehend stabile Umsätze.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten aus Rückstellungsveränderungen für Programme und Restrukturierungen oder Währungsschwankungen – stieg auf € 2,3 Mrd. für EADS (9M 2012: € 1,9 Mrd.) sowie auf € 1,7 Mrd. für Airbus (9M 2012: € 1,2 Mrd.). Maßgeblich getragen wurde diese Verbesserung vom guten operativen Ergebnis bei Airbus Commercial. Die EBIT*-Marge des Konzerns vor Einmaleffekten lag bei 5,8 Prozent.

Das berichtete EBIT* von EADS stieg auf € 2,1 Mrd. (9M 2012: € 1,6 Mrd.). Einmalaufwendungen fielen lediglich für die bereits bekannte Reparatur der A380-Flügelverbindungsklammern, für die Währungsdifferenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie für bilanzielle Neubewertungen bei Airbus an. Das Finanzergebnis lag bei € -445 Mio. (9M 2012: € -337 Mio.), das Konzernergebnis(3) stieg auf € 1.195 Mio.
(9M 2012: € 880 Mio.a). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie in den ersten neun Monaten von € 1,50 (9M 2012: € 1,08a). Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen leicht auf € 2.179 Mio. (9M 2012: € 2.145 Mio.).

Der Free Cash Flow vor Übernahmen belief sich auf € -4.815 Mio. (9M 2012: € -3.235 Mio.) und spiegelt folgende Effekte wider: die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens aufgrund der zeitlichen Staffelung der Auslieferungen, den industriellen Hochlauf, diverse Kundenfinanzierungsaktivitäten sowie die Saisonalität des Regierungsgeschäfts. Die Investitionen lagen bei € 2,1 Mrd. und entfielen insbesondere auf Fortschritte bei den A350-XWB-Entwicklungsflugzeugen und auf gemäß IAS 38 aktivierte A350-XWB-Entwicklungskosten in Höhe von € 196 Mio. Die Nettoliquidität des Konzerns lag zum Ende der ersten neun Monate 2013 bei € 5,2 Mrd. (Jahresende 2012:
€ 12,3 Mrd.) – unter Berücksichtigung von € 1,9 Mrd. zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms sowie der Dividendenzahlung in Höhe von € 468 Mio. für das Jahr 2012. Der Brutto-Zahlungsmittelbestand belief sich zum
30. September 2013 auf € 12,5 Mrd. und gewährleistet finanzielle Flexibilität und Sicherheit.

Der Auftragseingang(4) von EADS stieg deutlich auf € 138,2 Mrd. (9M 2012: € 50,4 Mrd.), da sich die starke Wachstumsdynamik im Zivilgeschäft im dritten Quartal fortsetzte – insbesondere bei Airbus. Eurocopter verzeichnete im dritten Quartal eine leichte Erholung der Bestellungen kommerzieller Hubschrauber, Astrium berichtete einen wesentlichen Anstieg des Auftragseingangs. Ende September 2013 war der Auftragsbestand(4) des Konzerns auf € 642,5 Mrd. angewachsen (Jahresende 2012: € 566,5 Mrd.). Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft belief sich auf € 47,7 Mrd. (Jahresende 2012: € 49,6 Mrd.).

Zum 30. September 2013 beschäftigte EADS 144.156 Mitarbeiter (Jahresende 2012: 140.405).

Ausblick

Der Ausblick von EADS für das Geschäftsjahr 2013 basiert auf der Annahme, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen und dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt. Ausgehend von den Ergebnissen der ersten neun Monate 2013 hat EADS die Prognose für das Gesamtjahr 2013 in einigen Punkten angepasst.

Die Zahl der Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge dürfte im Jahr 2013 bei über 1.200 Flugzeugen liegen. Die Auslieferungen von Airbus dürften sich auf bis zu 620 Zivilflugzeuge belaufen.

Aufgrund geringerer A380-Auslieferungen und basierend auf einem angenommenen Wechselkurs von € 1 = $ 1,35 dürfte der Konzernumsatz 2013 moderat wachsen.

Für 2013 strebt EADS durch eine weitere Verbesserung der 2012 erzielten operativen Gewinnspanne ein EBIT* vor Einmaleffekten von € 3,5 Mrd. an sowie einen Gewinn je Aktie* vor Einmaleffekten von rund € 2,50 (2012: € 2,24) – vor dem Aktienrückkaufprogramm.

Abgesehen von den Belastungen durch die A380-Flügelreparatur in Höhe von rund € 85 Mio. im Jahr 2013, basierend auf 25 Auslieferungen, sollten sich die Einmaleffekte nach derzeitigem Stand auf folgende potenzielle Belastungen beschränken: auf das A350-XWB-Programm, auf Währungseffekte aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie auf bilanzielle Neubewertungen.

Das A350-XWB-Programm birgt weiterhin Herausforderungen. Jede Änderung des Zeitplans könnte zunehmend höhere Rückstellungen zur Folge haben.

Eine Abschätzung möglicher Einmalkosten durch die Gründung von Airbus Defence and Space wird im vierten Quartal 2013 erfolgen.

Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen und vor Übernahmen wird voraussichtlich negativ ausfallen und bei rund € -1,5 Mrd. liegen. Dies spiegelt sowohl die Investitionen des Unternehmens in den Produktionshochlauf und in Entwicklungsprogramme wider, als auch die jüngsten Haushaltseinschnitte bei Regierungskunden.

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

a. Bestimmte Zahlen für die ersten neun Monate 2012 und das Jahresende 2012 wurden angepasst, um der veränderten Pensionsbilanzierung gemäß IAS 19 Rechnung zu tragen. Die Daten von Airbus spiegeln zudem die Konsolidierung von ATR und Sogerma innerhalb Airbus Commercial wider. In der Vergangenheit wurden ATR und Sogerma unter „Übrige Aktivitäten“ konsolidiert.

Über EADS

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 56,5 Mrd. im Jahr 2012 und mehr als 140.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

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EADS – Neun-Monats-Ergebnisse (9M) 2013

(Beträge in Euro)

 

EADS – Ergebnisse für das dritte Quartal (Q3) 2013