Astrium untersucht Beseitigung von großen Weltraumtrümmern

17 April 2013

  • Die Studie, die als Teil des Orbit-Transferfahrzeug-Programms (OTV) von der französischen Raumfahrtagentur CNES vergeben wurde, konzentriert sich auf die Beseitigung großer Trümmerteile im Weltraum bis 2020
  • Ziel der Studie ist die Entwicklung Raumfahrzeuge, die große Trümmerteile beseitigen können
  • Neben der Identifizierung und Überwachung von Weltraumschrott ist seine Beseitigung für die Nachhaltigkeit im All von strategischer Bedeutung

Astrium, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, hat vom französischen Raumfahrtagentur CNES den Zuschlag für die Durchführung einer Studie erhalten. Mit dieser soll festgestellt werden, welche der bereits vorhandenen Konzepte und Technologien sich am besten zur Beseitigung größerer Trümmerteile, wie z. B. ausgediente Brennstufen und Satelliten, eignen.

Die Studie mit dem Titel „Entwicklung von Konzepten und Technologien zur Beseitigung von Weltraumschrott“ ist Teil des vom CNES realisierten Programms Orbital-Transferfahrzeug (OTV). Sie soll einen Beitrag zur Definition der Parameter für die Entwicklung eines geeigneten Raumfahrzeugkonzepts leisten und erfolgt in zwei Schritten: mit einem OTV-DEMO/X genannten technologischen Demonstrator gefolgt von einem Systemdemonstrator mit dem Namen OTV-DEMO/Y.

Die Entwicklung dieser Fahrzeuge wird voraussichtlich über eine internationale Kooperation gesteuert. In der ersten Phase der Studie wird Astrium Partnerschaften initieren, die im weiteren Verlauf des OTV-Programms weiter gefestigt werden sollen. Zu den Partnern, die Astrium bei der Durchführung der Studie unterstützen, zählen Surrey Satellite Technology Ltd (SSTL, UK), eine Tochtergesellschaft von Astrium, die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL, Schweiz), Bertin Technologies (Frankreich) und Oceaneering Space Systems (USA).

Die aktuelle Studie folgt auf einen 2011 an Astrium vergebenen Studienauftrag, bei dem eine Reihe wichtiger Konzepte identifiziert wurden, die jetzt konsolidiert, ausgewählt und überarbeitet werden sollen. Die vielversprechendsten Konzepte werden im Hinblick auf ihre Kosten und einen Zeitplan für die Entwicklung untersucht.

Die Beseitigung von „nicht kooperativem“ Weltraummüll ist eine komplexe Aufgabe, die das Identifizieren von Trümmerteilen und die Möglichkeiten einer Annäherung beinhaltet. Anschließend muss der Verfallszustand nach mehreren Jahrzehnten im Weltraum festgestellt und die Umlaufbahn ermittelt werden, um geeignete Maßnahmen zu ihrer Beseitigung ergreifen zu können.

„Mit dieser neuen Studie wird Astrium den Weg zur Lösungen eines wichtigen Problems bereiten, das sich allen Weltraumnutzern stellt“, sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation. „Durch das Zusammenlegen unserer industriellen Ressourcen mit denen nationaler Behörden können wir innovative Lösungen und Technologien zur Beseitung von Weltraumschrott ausarbeiten und dadurch die Nachhaltigkeit im All gewährleisten.“

Jüngste Studien der Europäischen Weltraumorganisation und der NASA haben gezeigt, dass die hohe Anzahl an Trümmerteilen vor allem in erdnahen Umlaufbahnen einer Kettenreaktion gleichende, aufeinanderfolgende Kollisionen verursachen können und die Raumfahrt in den nächsten 50 Jahren unmöglich machen würden. Ferner zeigen diese Studien, dass dies durch die Beseitigung von 5 bzw. 10 Zentimetergroßen Trümmerteilen bis zum Jahr 2020 vermieden werden könnte. Das ist das Szenario, das der Astrium anvertrauten OTV-Studie zugrunde gelegt wurde.

 

Über Astrium

Astrium ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumsysteme und -technik und die Nummer drei weltweit. Als einziges Unternehmen auf der Welt deckt Astrium die gesamte Palette von zivilen und militärischen Raumfahrtsystemen, Ausrüstungen und Dienstleistungen ab.

Im Jahr 2012 erreichte Astrium einen Umsatz von mehr als 5,8 Mrd. € und beschäftigte weltweit 18.000 Mitarbeiter.

Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Astrium Space Transportation, der europäische Hauptauftragnehmer für Trägerraketen, orbitale Systeme und Weltraumexploration; Astrium Satellites, ein führender Anbieter von satellitenbasierten Systemlösungen einschließlich Satelliten, Bodensegmenten, Nutzlasten und Ausrüstungen; Astrium Services, der Partner für Weltraumdienstleistungen, liefert umfassende stationäre und mobile Lösungen für sichere und kommerzielle Satellitenkommunikation und Netzwerke sowie maßgeschneiderte Produkte und Services im Bereich Geo-Informationsdienste weltweit.

Astrium ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von EADS, einem weltweit führenden Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von 56,5 Mrd. € im Jahr 2012 und mehr als 140.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

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