Ad-hoc Mitteilung: EADS veröffentlicht bessere Ergebnisse für das erste Quartal 2013

Amsterdam14 Mai 2013

  • Umsatz steigt um 9 Prozent auf € 12,4 Mrd.
  • EBIT* vor Einmaleffekten wächst um 56 Prozent auf € 741 Mio.
  • Konzernergebnis klettert um 91 Prozent auf € 241 Mio.
  • Jahresprognose für 2013 bestätigt
     

EADS (Börsenkürzel EAD) startete solide in das Jahr 2013. Das Wachstum von Umsatz und Rentabilität im ersten Quartal ist die Folge gestiegener Auslieferungen von Zivilflugzeugen. Trotz des vorherrschenden Marktumfelds blieb der Umsatz aus dem Verteidigungsgeschäft dank eines positiven Mix aus Serien- und Entwicklungsprogrammen sowie langfristigen Verträgen stabil.

Der Auftragseingang(5) stieg deutlich auf € 49,9 Mrd., der Auftragsbestand belief sich Ende des ersten Quartals auf € 614,3 Mrd. Das berichtete EBIT* lag Ende März 2013 bei € 596 Mio., die Nettoliquidität belief sich auf € 9,2 Mrd.

„Für EADS war das Quartal ereignisreich: Die Aktionäre haben der neuen Führungsstruktur zugestimmt, das Aktienrückkaufprogramm schreitet voran und der Anteil der Aktien in Streubesitz hat erheblich zugenommen“, sagte EADS CEO Tom Enders. „Aus operativer Sicht sind wir – mit höherem Umsatz und besserer Rentabilität – gut in das Jahr 2013 gestartet. Das Management konzentriert sich weiterhin auf ein anhaltendes Ergebniswachstum für 2013 und darüber hinaus.“

Im ersten Quartal 2013 stieg der Umsatz von EADS um 9 Prozent auf € 12,4 Mrd. (Q1 2012: € 11,4 Mrd.) und spiegelte insbesondere den Anstieg der Auslieferungen bei Airbus Commercial wider. Der Umsatz von Astrium und Cassidian blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Das Verteidigungsgeschäft des Konzerns verzeichnete einen Umsatz von € 2,3 Mrd.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten aus Rückstellungsveränderungen für Programme und Restrukturierungen oder Währungsschwankungen – stieg auf € 741 Mio. für EADS (Q1 2012: € 475 Mio.a) sowie auf € 601 Mio. für Airbus (Q1 2012: € 314 Mio.a), maßgeblich getragen vom guten operativen Ergebnis bei Airbus Commercial. Die EBIT*-Marge des Konzerns vor Einmaleffekten verbesserte sich auf 6,0 Prozent.

Das berichtete EBIT* von EADS stieg auf € 596 Mio. (Q1 2012: € 333 Mio.a). Darin enthalten waren Einmalaufwendungen von insgesamt € 145 Mio. bei Airbus; € 14 Mio. entfielen dabei wie erwartet auf die technische Lösung für die Verbindungsklammern zwischen Flügelhaut und innerer Flügelstruktur. Zudem spiegelten sich die Währungsdifferenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie bilanzielle Neubewertungen mit € 131 Mio. im ersten Quartal negativ in den Einmaleffekten wider.

Das Finanzergebnis lag bei € -251 Mio. (Q1 2012: € -143 Mio.). Die Differenz gegenüber dem ersten Quartal 2012 geht insbesondere auf negative Effekte aus wechselkursindizierten Neubewertungen zurück. Das Konzernergebnis stieg deutlich auf € 241 Mio. (Q1 2012: € 126 Mio.a), was einem Gewinn je Aktie von € 0,29 (Q1 2012: € 0,15a) entspricht.

Dank günstiger Phaseneffekte bei Airbus Commercial, einschließlich der Aktivierung von Entwicklungskosten für die A350 XWB nach IAS 38, sanken die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) auf € 624 Mio. (Q1 2012: € 726 Mio.).

Der Free Cash Flow vor Übernahmen belief sich auf € -3.195 Mio. (Q1 2012: € -1.233 Mio.). Dieser Trend spiegelt einen Anstieg des Nettoumlaufvermögens bei Airbus und Eurocopter sowie saisonale Effekte im Regierungsgeschäft des Konzerns wider. Die Investitionen stiegen auf € 670 Mio., um Entwicklungsprogramme voranzutreiben. Die Nettoliquidität des Konzerns belief sich zum Ende des ersten Quartals auf € 9,2 Mrd. (Jahresende 2012: € 12,3 Mrd.).

Der Auftragseingang(5) von EADS stieg deutlich auf € 49,9 Mrd. (Q1 2012: € 12,0 Mrd.); er profitierte von bedeutenden Bestellungen bei Airbus Commercial. Trotz des schwierigen Marktumfelds erhielt der Konzern weiterhin Aufträge aus dem militärischen und öffentlichen Sektor; gegenüber dem Vorjahr war jedoch ein Rückgang zu verzeichnen. Ende März 2013 war der Auftragsbestand(5) auf € 614,3 Mrd. angewachsen (Jahresende 2012: € 566,5 Mrd.) und bildet damit eine gute Basis für das künftige Wachstum des Konzerns. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft belief sich auf € 49,9 Mrd. (Jahresende 2012: € 49,6 Mrd.).

Zum 31. März 2013 beschäftigte EADS 142.142 Mitarbeiter (Jahresende 2012: 140.405).

Ausblick
Auf Grundlage der Ergebnisse des ersten Quartals 2013 bekräftigt EADS die Prognose für das Gesamtjahr 2013.

Der Ausblick von EADS für das Geschäftsjahr 2013 basiert auf der Annahme, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß der vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen und dass die aktuelle Staatsschuldenkrise zu keinen größeren Turbulenzen führt.

Die Zahl der Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge wird im Jahr 2013 die Zahl der Auslieferungen voraussichtlich übersteigen und bei rund 700 Flugzeugen liegen. Airbus dürfte 600 bis 610 Zivilflugzeuge ausliefern und damit erneut einen Anstieg der Auslieferungszahlen erreichen.

Aufgrund des Rückgangs bei den A380-Auslieferungen und basierend auf einem angenommenen Wechselkurs von € 1 = $ 1,35 dürfte der Konzernumsatz 2013 moderat wachsen.

Für 2013 strebt EADS durch eine weitere Verbesserung der 2012 erzielten operativen Gewinnspanne ein EBIT* vor Einmaleffekten von € 3,5 Mrd. an sowie einen Gewinn je Aktie vor Einmaleffekten von rund € 2,50 (2012: € 2,24) vor dem laufenden Aktienrückkauf.

Abgesehen von den bereits bekannten Auswirkungen der Reparatur der A380-Flügel in Höhe von rund € 85 Mio., die auf 25 Auslieferungen basieren, sollten sich die Einmaleffekte 2013 nach heutigem Stand auf folgende potenzielle Belastungen beschränken: auf das A350-XWB-Programm, auf Währungseffekte aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie auf bilanzielle Neubewertungen.

Das A350-XWB-Programm birgt weiterhin Herausforderungen. Jede Änderung des Zeitplans könnte höhere Rückstellungen zur Folge haben.

EADS strebt für 2013 einen ausgeglichenen Free Cash Flow Break Even nach Kundenfinanzierungen und vor Übernahmen an.

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

a. Bestimmte Zahlen für das erste Quartal 2012 und das Jahresende 2012 wurden angepasst, um der veränderten Pensionsbilanzierung gemäß IAS 19 Rechnung zu tragen. Die Daten von Airbus spiegeln zudem die Konsolidierung von ATR und Sogerma innerhalb Airbus Commercial wider. In der Vergangenheit wurden ATR und Sogerma unter Übrige Aktivitäten konsolidiert.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 56,5 Mrd. im Jahr 2012 und mehr als 140.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.
 

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EADS – Ergebnisse des 1. Quartals 2013
(Beträge in Euro)



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